
Naturbasierte Therapien: Wenn die Natur zur Medizin wird
Spazieren gehen war lange ein netter Zeitvertreib. Klettern im Freien ein Hobby. Wandern im Wald Erholung für zwischendurch. Die Wissenschaft sieht das mittlerweile anders — und liefert zunehmend belastbare Belege dafür, dass Aufenthalte in der Natur weit mehr sind als angenehme Freizeitgestaltung. Der Begriff dafür: naturbasierte Therapien. Was dahintersteckt, was die Forschung wirklich zeigt — und warum Österreich dabei eine bemerkenswerte Rolle spielt.

Was sind naturbasierte Therapien?
Naturbasierte Therapien — im Englischen nature-based therapies oder kurz NBT — sind gezielte Gesundheitsinterventionen, die natürliche Umgebungen als therapeutisches Mittel einsetzen. Der Begriff fasst eine breite Palette von Ansätzen zusammen: vom strukturierten Waldwandern über Gartentherapie bis hin zu angeleiteten Achtsamkeitsprogrammen im Freien.
Was naturbasierte Therapien von einem einfachen Spaziergang unterscheidet, ist die Absicht dahinter. Es geht nicht nur darum, frische Luft zu schnappen. Es geht um ein bewusstes, oft begleitetes Erleben natürlicher Umgebungen mit dem Ziel, messbare Gesundheitseffekte zu erzielen — körperlich, psychisch und sozial.
Was naturbasierte Therapien nicht sind
Wichtig ist die Abgrenzung: Naturbasierte Therapien sind keine Esoterik, keine Wellness-Romantik und kein Ersatz für medizinisch notwendige Behandlungen. Sie sind ein wachsendes Forschungsfeld mit zunehmend solider Evidenzbasis — und in einigen Ländern bereits fester Bestandteil präventivmedizinischer Programme.
In Kanada werden Aufenthalte im Nationalpark bereits vom Hausarzt verschrieben (Green Prescription). In Großbritannien sind naturbasierte Interventionen Teil psychiatrischer Zusatzversorgung. In Österreich und Deutschland steht dieser Schritt noch aus — die Forschungsgrundlage dafür ist allerdings längst vorhanden.
Warum die Natur wirkt — die Forschung dahinter

Dass Menschen sich im Wald oder in der Bergen wohler fühlen als in der Stadt, ist keine neue Erkenntnis. Die Frage ist: Warum genau? Und lässt sich das messen?
Die Umweltmedizinerin Daniela Haluza von der MedUni Wien hat in einem österreichischen Forschungsverbund genau diese Kausalpfade untersucht — also die konkreten Wirkungsketten zwischen Waldaufenthalt und Gesundheitseffekt. Das Ergebnis ist anschaulicher als man erwarten würde.
- Baumvielfalt und Naturverbundenheit: Wer einen artenreichen, strukturierten Wald als natürlich und vielfältig erlebt, zeigt stärkere positive Emotionen und eine höhere psychische Stabilität. Entscheidend dabei: Es ist nicht die objektiv gemessene Biodiversität, die zählt — sondern die wahrgenommene. Wer den Wald als lebendig und abwechslungsreich erlebt, profitiert — unabhängig davon, ob tatsächlich fünf oder zehn Baumarten vor ihm stehen.
- Lärmreduktion und Stressabbau: Der Wald funktioniert wie eine natürliche Schallschutzwand. Weniger Verkehrslärm bedeutet weniger chronischen Hintergrundstress — und chronischer Stress ist einer der zentralen Treiber für Herzkreislauferkrankungen, Schlafstörungen und Erschöpfungssyndrome.
- Bewegungsförderung: Wer in der Nähe von Grünflächen wohnt oder lebt, bewegt sich nachweislich mehr. Und Bewegung in der Natur — sogenannte Green Exercise — hat stärkere positive Effekte auf Stimmung und Stresshormonlevel als vergleichbares Training in Innenräumen.
- Das Waldmikrobiom: Der vielleicht überraschendste Wirkfaktor. Wälder sind reich an Bakterien, Pilzen und flüchtigen organischen Verbindungen (sogenannten Phytonziden). Diese mikrobiologische Vielfalt trainiert das Immunsystem — vor allem bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen. Ein durch Stadtleben geprägtes Immunsystem mit zu wenig Exposition gegenüber Mikroorganismen reagiert fehlerhafter und neigt stärker zu chronischen Entzündungen.
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Die wichtigsten Formen im Überblick
Naturbasierte Therapien ist ein Oberbegriff. Darunter verbergen sich sehr unterschiedliche Ansätze, die sich in Intensität, Zielsetzung und Setting unterscheiden.
Waldtherapie und Waldbaden (Shinrin-Yoku)
Waldbaden — auf Japanisch Shinrin-Yoku — bezeichnet das bewusste, achtsame Eintauchen in die Waldatmosphäre. Es geht um Entschleunigung, Sinneswahrnehmung, Atemübungen im Freien. In Japan seit 1982 als staatlich geförderte Gesundheitspraxis anerkannt, hat sich das Konzept in den letzten Jahren auch in Europa verbreitet — mit zertifizierten Heilwäldern in Deutschland und wachsender Nachfrage im Alpenraum.
Waldtherapie geht einen Schritt weiter: Sie ist stärker strukturiert, oft klinisch begleitet und auf spezifische Indikationen ausgerichtet — etwa Burnout, Stressfolgeerkrankungen oder depressive Episoden.
Green Exercise — aktive Bewegung in der Natur
Green Exercise kombiniert körperliche Aktivität mit der Wirkung natürlicher Umgebungen. Wandern, Laufen, Radfahren oder Klettern im Freien sind typische Formen. Der Zusatznutzen gegenüber dem Training in der Halle ist empirisch belegt: Die Stimmungsaufhellung ist stärker, Stresshormone sinken schneller, die gefühlte Erschöpfung nach der Einheit ist geringer — und das gilt nicht nur subjektiv, sondern lässt sich physiologisch messen. Was konkret dabei herauskommt und wie sich Green Exercise zum Waldbaden verhält, habe ich in einem eigenen Artikel ausgeführt: Waldbaden oder Waldwandern — was wirkt mehr?
Alpine naturbasierte Therapien
Der Alpenraum bietet besondere Ressourcen, die über Wald und Bewegung hinausgehen: Höhenklima, Wasserfall-Aerosole, Thermalwasser, saubere Luft durch natürliche Feinstaubfiltration. Das Institut für Ökomedizin der PMU Salzburg unter Arnulf Hartl erforscht diese Zusammenhänge in kontrollierten klinischen Studien — mit Schwerpunkten auf Atemwegserkrankungen, metabolischem Syndrom und Immunfunktion.

Die Latschenkiefer (Pinus mugo), heimisch in den österreichischen Alpen, besitzt etwa eine besonders hohe Feinstaubfilterkapazität durch ihre Behaarung und Wachsschicht auf den Nadeln — ein kleines, aber konkretes Beispiel für die Gesundheitsressourcen, die der alpine Raum bereithält.
Green Care
Green Care ist der übergeordnete Begriff für naturgestützte Angebote mit sozialem oder therapeutischem Charakter — in Österreich zum Beispiel Gartentherapie, soziale Landwirtschaft, tiergestützte Interventionen oder naturbasierte Pädagogik. Das österreichische Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) fördert seit Jahren Projekte in diesem Bereich, darunter das Projekt Green Care WALD, das Waldaufenthalte gezielt für Gesundheits- und Sozialarbeit nutzbar machen will.
Was sagt die Wissenschaft konkret?
Zahlen helfen hier mehr als allgemeine Aussagen. Drei österreichische Studien liefern konkrete Messwerte — zur Psyche, zum Körper und zum Immunsystem.
Wie wirkt ein Waldaufenthalt auf die Psyche?
Cervinka et al. (2020) untersuchten in einer Querschnittsstudie im Hallerwald (Oberösterreich) die psychomentale Wirkung eines 2,5-stündigen Waldaufenthalts. Die Veränderungen im Vorher-Nachher-Vergleich waren durchgehend signifikant:
- Wahrgenommene Erholung: +24,7 %
- Verbundenheit mit dem Wald: +21,0 %
- Wahrgenommener Stressabbau: −15,1 %
- Positiver Affekt: +10,4 %
- Negative Stimmungslage: −9,0 %
- Achtsamkeit: +6,5 %
Ist Waldwandern besser als Waldbaden?
Huber et al. (2023) verglichen in einem randomisierten kontrollierten Vergleich (RCT) — dem Goldstandard der Medizin — aktives Bergwandern mit Waldtherapie über sechs Tage. Beide Gruppen zeigten signifikante Verbesserungen bei Lebensqualität, Stressempfinden, Gleichgewicht und Blutdruck. In der Wandergruppe war die Verbesserung auf fast allen Parametern größer — und die Effekte hielten sich noch zwei Monate nach der Intervention. Das Ergebnis ist eindeutig: Bewegung im Wald wirkt stärker als achtsames Verweilen.

Kann Natur das Immunsystem stärken?
Der vielleicht überraschendste Befund aus der österreichischen Forschung kommt aus dem Pinzgau. Gaisberger et al. (2012) untersuchten in einem RCT an 54 asthmakranken Kindern die Wirkung des ionisierten Wasserfall-Aerosols der Krimmler Wasserfälle. Die feinen Nano-Tröpfchen — aufgeladen mit negativen Ionen in bis zu 70.000 Ionenpaaren pro Kubikmeter, das ist ein Vielfaches normaler Außenluft — dringen tief in die Atemwege ein.
Ergebnis: Eine Stunde täglich am Wasserfall über drei Wochen löste messbar einen antiallergischen und antiasthmatischen Immunstatus aus, verbesserte die Lungenfunktion und senkte entzündliche Marker — mit Wirkungen, die noch zwei Monate nach der Intervention nachweisbar waren. Auf Basis dieser Studie wurden die Krimmler Wasserfälle als staatlich anerkannte natürliche Gesundheitsressource akkreditiert.
Was ist das Waldmikrobiom — und warum ist es für das Immunsystem relevant?
Neben diesen messbaren Akuteffekten gibt es einen langfristigeren Wirkfaktor, dem die Immunologie zunehmend Beachtung schenkt: das Mikrobiom des Waldes.
Ein Hektar Waldboden enthält mehr Mikroorganismen als Menschen auf der Erde leben. Wir atmen diese mikrobielle Vielfalt ein — Bakterien, Pilze, Phytonzide, Sporen. Was zunächst befremdlich klingt, ist aus evolutionärer Sicht folgerichtig: Das menschliche Immunsystem hat sich über Hunderttausende Jahre in genau dieser Umgebung entwickelt. Es ist darauf ausgelegt, mit dieser mikrobiellen Vielfalt in Kontakt zu sein.
Die Old-Friends-Hypothese (Rook, 2023) — eine Weiterentwicklung der bekannten Hygiene-Hypothese — liefert dafür den theoretischen Rahmen: Unser Immunsystem braucht den regelmäßigen Kontakt mit jenen Mikroben, mit denen es sich gemeinsam entwickelt hat, um korrekt zu regulieren und Toleranz aufzubauen. Fehlt dieser Kontakt — wie im Stadtleben häufig der Fall —, reagiert das Immunsystem fehlerhafter: es neigt stärker zu chronischen Entzündungen, Allergien und Autoimmunreaktionen.
Arnulf Hartl, Immunologe und Leiter des Instituts für Ökomedizin der PMU Salzburg, bringt es so auf den Punkt: Der Wald wirkt wie eine permanente, subtile Impfung — er führt uns Bakterien zu, die wir im urbanen Alltag schlicht nicht mehr in ausreichender Menge um uns, an uns und in uns haben. Bauernkinder, die täglich mit Tieren und Erde in Kontakt sind, haben nachweislich deutlich weniger Allergien als Stadtkinder — ein Befund, der diesen Mechanismus indirekt, aber konsistent stützt.

Konkrete Langzeitdaten zum Waldmikrobiom beim Menschen sind noch spärlich — die Forschung läuft, unter anderem an der PMU Salzburg. Was feststeht: Die kurzfristigen Immuneffekte durch Wasserfall-Aerosol und alpine Luft sind belegt, der Mechanismus immunologisch gut begründet. Was all diese Befunde gemeinsam zeigen: Naturaufenthalte wirken messbar — psychisch, körperlich und immunologisch.
Naturbasierte Therapien in Österreich — wo stehen wir?
Österreich ist in diesem Bereich besser aufgestellt, als viele wissen. Österreichische Forschungsinstitutionen — die MedUni Wien, die BOKU, die PMU Salzburg — sind in mehrere europäische Forschungsnetzwerke eingebunden, darunter das Horizon-Europe-Projekt RESONATE, das naturbasierte Therapien für Primär- und Sekundärprävention standardisieren will.
Die alpine Gesundheitsregion Salzburg arbeitet daran, das medizinische Potenzial natürlicher Ressourcen — von Bergwandern über Heilwasser bis zu Waldaufenthalten — in evidenzbasierte Gesundheitsangebote zu überführen. Der nächste logische Schritt wäre eine Kassenfinanzierung: In Kanada und Großbritannien ist die Green Prescription — der ärztlich verordnete Naturaufenthalt — bereits Realität. In Österreich ist man davon noch entfernt, aber die Forschungsbasis dafür wächst.
In der Praxis passiert gleichzeitig schon einiges: Das BFW bietet Lehrgänge zu Green Care an, zertifizierte Waldgesundheitsangebote entstehen auch im Alpenraum, und Gesundheitsberufe beginnen zunehmend, naturbasierte Elemente in ihre Arbeit zu integrieren. Welche konkreten Erkrankungen von naturbasierten Interventionen profitieren — und was das Konzept der Nature Prescription bedeutet — erkläre ich im dritten Teil dieser Serie: Natur auf Rezept — bei welchen Erkrankungen hilft Bewegung in der Natur?
Was kannst du selbst tun? — Naturbasierte Bewegung im Alltag
Du brauchst kein Programm, keinen Therapeuten und kein zertifiziertes Waldgebiet, um von diesen Effekten zu profitieren. Die Forschung zeigt: Regelmäßiger, bewusster Kontakt mit natürlichen Umgebungen reicht aus, um messbare Wirkungen zu erzielen.
Ein paar Orientierungspunkte aus der Evidenz:
- Häufigkeit schlägt Dauer: Kurze, regelmäßige Naturaufenthalte wirken nachhaltiger als seltene lange Auszeiten. Zwei- bis dreimal pro Woche in den Wald, auf die Wiese oder in die Berge ist wirksamer als einmal im Monat ein großes Erlebnis.
- Bewegung verstärkt die Wirkung. Aktives Wandern, Klettern oder Laufen in der Natur zeigt stärkere physiologische Effekte als passives Verweilen. Green Exercise kombiniert das Beste aus beiden Welten.
- Bewusstsein erhöht den Effekt. Die Wahrnehmung der Umgebung — Geräusche, Gerüche, Licht, Texturen — verstärkt die restorative Wirkung. Es geht nicht darum, möglichst schnell durch den Wald zu laufen, sondern darum, dabei präsent zu sein.
- Soziales Erleben hilft. Gemeinsame Aktivitäten in der Natur stärken Gemeinschaftsgefühl und soziale Gesundheit — ein Faktor, der in der Forschung oft unterschätzt wird.
Wie gut ist dein Gleichgewicht?
Gleichgewicht ist eine der wichtigsten Gesundheitsressourcen — und einer der ersten Faktoren, die naturbasierte Bewegung verbessert.

Mit meinem kostenlosen Gleichgewichts-Check kannst du deinen Stand einschätzen - in wenigen Minuten, ohne Hilfsmittel.
Wenn du das gerne in einem begleiteten Setting ausprobieren möchtest — mein Bewegungsprogramm Natur bewegt findet genau in dieser Logik statt: Bewegung im Freien, in der Gruppe, in Salzburger Naturräumen. Für alle ab 55 Jahren, die ihren Körper regelmäßig in Bewegung halten wollen — wissenschaftlich fundiert, ohne Leistungsdruck.
Klettern als naturbasierte Aktivität ist übrigens ein Sonderfall: Es verbindet Bewegung, Konzentration, Naturerleben und soziale Interaktion auf eine Art, die kaum eine andere Sportart bietet.
Fazit
Naturbasierte Therapien sind keine Modeerscheinung. Sie sind ein wachsendes, evidenzbasiertes Feld, das die Wirkung natürlicher Umgebungen auf menschliche Gesundheit systematisch untersucht — und zunehmend belastbare Ergebnisse liefert. Österreich ist dabei sowohl als Forschungsstandort als auch als naturräumliche Ressource besonders gut positioniert. Was bleibt, ist eine einfache Schlussfolgerung: Raus in die Natur. Regelmäßig. Bewusst. Am besten in Begleitung.
Zum nächsten Artikel in dieser Serie: Waldbaden oder Waldwandern - was wirkt mehr?
Weiterführende Literatur & Quellen
Buchempfehlungen zum Thema
- Haluza, D. (2024). Waldtherapie. Kohlhammer. (Werbe-Link *) → Das erste deutschsprachige Basislehrbuch zur Waldtherapie für Gesundheitsberufe — von der Wiener Umweltmedizinerin, die auch in diesem Artikel zitiert wird. Fundierte Einführung in Wirkungsmechanismen, Anwendungsfelder und Methoden.
- Miyazaki, Y. (2018). Shinrin Yoku - Heilsames Waldbaden. Irisiana. (Werbe-Link *)→ In diesem liebevoll gestalteten Buch vereint der weltweit führende Shinrin-Yoku-Experte Yoshifumi Miyazaki altes Wissen mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Umweltmedizin und Waldtherapieforschung.
Wissenschaftliche Quellen
- Bundesforschungszentrum für Wald. (2025). Wald, Wohlbefinden und Gesundheit in Österreich – Eine Situationsanalyse 2025. greencarewald.at
- Cervinka, R., Schwab, M., & Haluza, D. (2020). Investigating the Qualities of a Recreational Forest: Findings from the Cross-Sectional Hallerwald Case Study. International journal of environmental research and public health, 17(5), 1676. https://doi.org/10.3390/ijerph17051676
- Hartl, A. J., Freidl, J., & Huber, D. (2023). Effects of Alpine Natural Health Resources on Human Health and Wellbeing. International Journal of Environmental Research and Public Health, 20(12), 6144. https://doi.org/10.3390/ijerph20126144
- Huber, D., Freidl, J., Pichler, C., Bischof, M., Kiem, M., Weisböck-Erdheim, R., Squarra, G., De Nigris, V., Resnyak, S., Neberich, M., Bordin, S., Zechner, R., & Hartl, A. (2023). Long-term effects of mountain hiking vs. forest therapy on physical and mental health of couples: A randomized controlled trial. International Journal of Environmental Research and Public Health, 20(2), 1469. https://doi.org/10.3390/ijerph20021469
- Haluza, D. (2025). Wald und Gesundheit aus Sicht der Umweltmedizin. In Bundesforschungszentrum für Wald (Ed.), Wald, Wohlbefinden und Gesundheit in Österreich – Eine Situationsanalyse 2025 (pp. 21–29). Bundesforschungszentrum Wald.
- Hartl, A., & Bischof, M. (2025). Wald und Gesundheit aus Sicht der Ökomedizin. In Bundesforschungszentrum für Wald (Ed.), Wald, Wohlbefinden und Gesundheit in Österreich – Eine Situationsanalyse 2025 (pp. 30–45). Bundesforschungszentrum Wald.
- Gaisberger, M., Šanović, R., Dobias, H., Kolarž, P., Moder, A., Thalhamer, J., Selimović, A., Huttegger, I., Ritter, M., & Hartl, A. (2012). Effects of ionized waterfall aerosol on pediatric allergic asthma. Journal of Asthma, 49(8), 830–838. https://doi.org/10.3109/02770903.2012.705408
- Grafetstätter, C., Gaisberger, M., Prossegger, J., Ritter, M., Kolarž, P., Pichler, C., Thalhamer, J., & Hartl, A. (2017). Does waterfall aerosol influence mucosal immunity and chronic stress? A randomized controlled clinical trial. Journal of Physiological Anthropology, 36(1), 10. https://doi.org/10.1186/s40101-016-0117-3
- Gillerot, L., Landuyt, D., Bourdin, A., Rozario, K., Shaw, T., Steinparzer, M., … Verheyen, K. (2025). Forest biodiversity and structure modulate human health benefits and risks. Nature Sustainability, 8(5), 485–497. https://doi.org/10.1038/s41893-025-01547-3
- Rook G. A. W. (2023). The old friends hypothesis: evolution, immunoregulation and essential microbial inputs. Frontiers in allergy, 4, 1220481. https://doi.org/10.3389/falgy.2023.1220481
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